Innovationsscouting

Mit dem Innovationsscouting beobachten wir die Bau-Branche und berichten über die Durchdringung von ausgewählten Themen und Innovationen in der Branche. Wir nutzen dazu Daten der veröffentlichen Websites der Organisationen in der Branche, die im Internet veröffentlicht sind und werten diese entsprechend aus. Das Innovationsscouting wurde vom Institut für Mittelstandsforschung an der Universität Mannheim, basierend auf wissenschaftlichen Vorarbeiten entwickelt. Mehr zur Methode finden Sie hier

Nutzen Sie unseren Innovationsexplorer, um zu erfahren, wie sich bestimmte Themen in der Branche verbreiten. 

Weitere Informationen zur Methode
 

Beobachtete Themen und Innovationen

Künstliche Intelligenz

Eine allgemein akzeptierte Definition zu Künstlicher Intelligenz (KI) gibt es nicht. KI ist ein Teilgebiet der Informatik. Sie hat das Ziel, Technologien zu entwickeln, die es Computern und Maschinen erlauben, “intelligent” zu agieren.

KI-Systeme können mit Hilfe von Daten ihnen gestellte Aufgaben eigenständig lösen, sich an eine Situation anpassen und mit anderen Geräten kommunizieren. Der Begriff KI beschreibt auch Systeme, die ein “Verhalten” zeigen, das eine Intelligenz nahelegt.Mit Hilfe von Algorithmen lernt eine KI also, Denkprozesse zu simulieren. Das heißt, ein Problem erkennen, aus Fehlern zu lernen und das Problem lösen zu können.Künstliche Intelligenz beinhaltet folgende Forschungsfelder:

  • Problemlösen
  • Wissensrepräsentation und Schlussfolgern
  • Unsicherheit und Schlussfolgern
  • Maschinelles Lernen
  • Wahrnehmung und Sehen
  • Verstehen und Generieren von natürlicher Sprache
  • Interaktion
  • Robotik

Der Begriff KI beschreibt auch Systeme, die ein “Verhalten” zeigen, das eine Intelligenz nahelegt. KI-Anwendungen können in einem sehr begrenzten Rahmen Intelligenz und Schnelligkeit demonstrieren, die der menschlichen überlegen ist. Eine generelle KI, die weiter gefasst ist, arbeitet noch weit unter dem Niveau einer menschlichen Intelligenz. KI-Systeme können mit Hilfe von Daten ihnen gestellte Aufgaben eigenständig lösen, sich an eine Situation anpassen und mit anderen Geräten kommunizieren. Theoretisch wird dazu nach dem Input auch kein Mensch mehr benötigt, wenn das System vollautomatisiert arbeiten kann.Die Lernfähigkeit der Systeme wurde bereits zu Beginn der KI-Forschung als grundlegende kognitive Fähigkeit definiert. Es ist jedoch schwierig, abschließend zu bestimmen, was als „intelligent“ gilt. Abhängig vom jeweiligen Stand der Technik entwickelte sich daher stets das Verständnis darüber weiter, was als KI bezeichnet wird.

Weitere Informationen zum Einsatz Künstlicher Intelligenz in Ihrem Unternehmen finden Sie in unserem KI-Kochbuch.

  • Ki-Glossareintrag
  • Innovationsscouting
Lean Management

Das englische Wort bedeutet “schlank” oder auch “verschwendungsarm”. Mit Lean Management wird basierend auf den Erfahrungen aus anderen Branchen ein Management- bzw. Philosophieansatz beschrieben, welcher das Ziel verfolgt, den Kundenwert durch kontinuierliche Verbesserung und das Eliminieren der Verschwendung in Prozessen, zu steigern.

  • Innovationsscouting
Materialkataster

Materialkataster sind systematische Übersichten über Art und Menge der in Gebäuden und Infrastrukturen verbauten Materialien. Sie dienen dazu, den Bestand und seine Veränderungen zu erfassen und ermöglichen fundierte Bewertungen zukünftiger Materialflüsse sowie von Kreislaufpotenzialen im Bauwesen, etwa auf Stadt- oder Regionalebene (https://ioer-isbe.de/ressourcen/materialkataster)

  • Innovationsscouting
Modulares Bauen

Modulares Bauen bezeichnet eine Bauweise, bei der Gebäude vollständig oder teilweise aus vorgefertigten Bauteilen entstehen. Dies kann durch den Einsatz kompletter Raumzellen (z.B. 3D-Module, inklusive Containerbau) oder durch Tafelbauweise mit vorgefertigten Wand-, Decken- und Dachteilen erfolgen. Beide Ansätze lassen sich auch kombinieren.

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Nachhaltigkeit
  • Nachhaltigkeit
  • Innovationsscouting
 

Methode

Die Methode des Innovationsmonitoring basiert auf Arbeiten des Teams Digitalisierung am Instituts für Mittelstandsforschung der Universität Mannheim. Bei diesem Vorgehen werden mehrere Ebenen an Informationen zusammengetragen und gemeinsam ausgewertet.

Ebene 1 – Themen und Innovationen: Basierend auf externen Quellen (Fachzeitschriften, wissenschaftliche Artikel) mögliche interessante Themen wie “Wohnungsnot” oder “Produktivitätsstau” und mögliche Konzepte und Innovationen zur Lösung dieser Themen (z.B. “serielles Bauen” oder “Building Information Modeling”) gesammelt. Die Themen und Konzepte werden beschrieben und kategorisiert und erhalten jeweils Keywords, die typischerweise in Texten verwendet werden, die sich mit diesen Themen auseinandersetzen. 

Ebene 2 – Rekonstruktion des organisationalen Feldes der Baubranche im Internet: Basierend auf auf einer recherchierten Startliste von Organisationen der Baubranche in Deutschland wurden in einem iterativen Verfahren die Organisationen identifiziert, die im organisationalen Feld der Baubranche enthalten sind. Organisationale Felder sind eine Übermenge von einfachen Branchen und sind geeignet um komplexere Diskurs- und Beziehungsanalysen durchzuführen. Sie enthalten insbesondere auch Organisationen, die bei der Anwendung eines engen Branchenbegriff nicht direkt enthalten wären. Z.B. Verbände, Fachzeitschriften und Medien. Diese sind aber für die vorliegenden Untersuchungen wichtig. 

Ebene 3 – Datenerfassung mit Web-Crawler und Datenaufbereitung: Basierend der Liste der Organisationen im organisationalen Feld der Baubranche werden mittels eines Web-Crawlers monatliche Snapshots erstellt. Die Snapshots enthalten die kompletten Webseiten der beobachteten Organisationen.

Die Snapshots werden anschließend bei der Datenaufbereitung in zwei inhaltliche Ebenen aufbereitet: 

  1. Netzwerk von Organisationen: Die Verlinkung der Domains wird verwendet, um das Netzwerk von Organisationen zu rekonstruieren. 
  2. Indizierung der Textinhalte: Die Texte der Websites werden extrahiert und in einem Volltextindex indiziert.

Ebene 4 – Datenvisualisierung

Anhand der in Ebene 1 identifizierten Themen und Innovationen der Baubranche wird mit den Daten aus Ebene 3 die Verteilung der jeweiligen Themen je Domain ermittelt und in einem gesondert entwickeltem Tool im Web visualisiert. Nutzer können somit einen Einblick über die Dynamik und die Verteilung von Themen und möglichen Lösungen und Innovationen erhalten. 

Quellen

Achim Oberg, Walter W. Powell, Tino Schöllhorn (2022). "Representations of Self in the Digital Public Sphere: The Field of Social Impact Analyzed Through Relational and Discursive Moves", Digital Transformation and Institutional Theory, Thomas Gegenhuber, Danielle Logue, C.R. (Bob) Hinings, Michael Barrett

Wruk, Dominika, Tino Schöllhorn, & Achim Oberg (2020). “Is the Sharing Economy a Field? How a Disruptive Field Nurtures Sharing Economy Organizations”, Research in the Sociology of Organization, Vol. 66, pp. 131-162.

Powell, Walter W. & Achim Oberg (2017). “Networks and Institutions”, in: The SAGE Handbook of Organizational Institutionalism, Eds: Greenwood, R; Oliver, C.; Lawrence, T.B.; Meyer, R.E. (pp. 446-476). Los Angeles, London, New Delhi, Singapore, Washington DC, Melbourne: SAGE Publications.